Lothar Ludwig
In Magdeburg geboren, erlernte ich nach Abschluss der Schulausbildung den Beruf eines Rohrschlossers und schloss meine Fachschulausbildung erfolgreich ab. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder.
Im Jahr 2000 verunfallte unser Sohn Mario im Alter von 22 Jahren. Polytrauma, apallisches Syndrom war die Diagnose. Nach ca. 18 Monaten gelang es ihm aus dem apallischen Syndrom herauszukommen. Heute ist er zu Hause und wird von seiner Mutter versorgt und betreut. Seit dem Schicksalsschlag engagiere ich mich aktiv in der Selbsthilfearbeit.
In der Selbsthilfegruppe Magdeburg begann mein ehrenamtliches Engagement. Zuerst begleitend, dann auch immer mehr in Verantwortung stehend, führte ich mit anderen die Gestaltung der Selbsthilfearbeit in Sachsen-Anhalt für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen durch. Gemeinsam wurde die Hilfe zur Selbsthilfe ausgebaut. Es wurden die 2 Hauptstützpunkte Magdeburg und Halle aufgebaut. Ausgewogene Themenvielfalt, Schulungen und Weiterbildungsangebote prägten unsere Selbsthilfearbeit. Neben der unmittelbaren Hilfe wollten wir erreichen, dass auch aktiv auf Bundesebene Selbsthilfe geleistet wird. Im Jahr 2002 wurde ich in den Vorstand des Schädelhirnpatienten Not e.V. gewählt. Nach Gründung des Bundesverbands FORUM GEHIRN e.V. arbeitete ich aktiv im Vorstand und übernahm 2006 die Gesamtverantwortung als Bundesvorsitzender. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vorstandes wurde eine ausgewogene und zielführende Vorstandsarbeit im Interesse der Betroffenen und deren Familien durchgeführt.
Gemeinsam mit Andreas Franke, Vorsitzender LAG Phase F, wurde die LAG Phase F in Sachsen-Anhalt aufgebaut. Meine Vision einen Ratgeber „Das andere Leben“ für alle zu schreiben, wurde gemeinsam mit Sylvia Pommert und Daniela Büscher 2008 in die Tat umgesetzt. Mit Professor W. Fries wurde der „Nachsorgekongress“ mit Partnern ins Leben gerufen und erfolgreich auf den Weg gebracht. Weitere Aktivitäten wurden bei der Organisation und Durchführung von Tagungen und Symposien gesetzt.
Gemeinsam mit Karl-Eugen Siegel zeichnen wir verantwortlich für die Zusammenführung der Selbsthilfeverbände von SHV e.V und FORUM GEHIRN e.V. zu den Bundesverband „SelbstHilfeVerband – FORUM GEHIRN e.V.“ Mit dem Vorstand und mit Unterstützung unserer Mitglieder, sowie den Partnern aus den Bereichen der Medizin, der Rehabilitation, und der Therapie und Pflege , kämpfen wir auch weiterhin für die Umsetzung der Patientenrechte.
Als Vorsitzender trete ich öffentlich für die Interessen der Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen ein. In der Öffentlichkeit halte ich Vorträge bei verschiedenen Gelegenheiten und stelle die gesamte Problematik bei der Versorgung und Betreuung der Schädelhirnverletzten in den Mittelpunkt. In vielen Beiträgen werden die Probleme zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit in den Fokus gerückt. In der Fachzeitschrift not sollen weiterhin aktuelle Beiträge der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Zu den erklärten Zielen meiner Arbeit gehört auch in Zukunft, eine lebendige, verbandsübergreifende Selbsthilfearbeit auszubauen, gemäß unserem Motto: „Gemeinsam Schicksale bewältigen“

