Begriffe
A
Abduktion
Abspreizung, Bewegung vom Körper oder von Körperteilen weg
Adduktion
Heranführen von Gliedmaßen zur Mittelinie des Körpers
Afferenz
zuführende, z. B. vom Rückenmark zum Gehirn führende Nervenbahnen
Akinese
Einschränkung bis Aufhören der Bewegungsfähigkeiten bei erhaltenem Bewusstsein; Vorkommen bei Hirnerkrankungen
Akut
plötzlich, schnell, heftig auftretend
Alexie
Leseunfähigkeit
Algesie
Schmerzempfindlichkeit
Aktivierung
Auslösung oder Verstärkung, Auftreten einer neuen oder bestehenden Tätigkeit
Amnesie
zeitlich festgelegte Erinnerungslücke nach Bewusstseinsstörung
Anästhesie
Empfindungslosigkeit, insbesondere für Schmerzen. Wird künstlich erzeugt durch Schmerzausschaltung im Zentralen Nerven System (ZNS)
Anamnese
Krankheitsvorgeschichte, besteht aus der Schilderung der Entwicklung der jetzigen und früheren Beschwerden sowie der erfolgten Untersuchungen und Behandlung durch Betroffene oder Angehörige (Eigen- und Fremdanamnese)
Anfall
durch Hirnstörungen bedingte, plötzliche Zustandsänderungen, verbunden mit motorischen Entladungen
Anomalie
Unregelmäßigkeit, Entwicklungsstörung
Anoxie
völlig unzureichende Sauerstoffkonzentration im Gewebe
Apallisches Syndrom
im Sinne des Wortes liegt vor, wenn bei weitgehend zerstörtem Hirnmantel der Hirnstamm funktionell erhalten geblieben ist
Apathie
Zustand mit Antriebs-, Teilnahms- und Schwunglosigkeit, in dem meist auch keine oder nur eine verminderte Äußerung von Gefühlen erfolgt
Aphasie
vom Hirn ausgehende Sprachstörung
Aphrasie
Unfähigkeit, Sätze zu bilden
Apnoe
Atemstillstand
Apoplex
Hirnschlag, Schlaganfall
Apoplexie
Gehirnblutung
Apraxie
Unfähigkeit, trotz erhaltener Funktionstüchtigkeit von Sinnesorganen, Gelenken und Muskeln sinnvolle, zweckmäßige Handlungen auszuführen und Handlungsabsichten
Aspiration
Ansaugen von Stoffen bei Unterdruck, durch Eindringen von flüssigen oder festen Stoffen in die Lunge beim Einatmen, insbesondere bei Bewusstlosigkeit
Ataxie
Störung des Bewegungsablaufs bzw. der Abstimmung von Körperbewegungen zu einem geordneten Zusammenwirken der Muskulatur oder Unfähigkeit, Körperbewegungen wie Gehen, Stehen oder Greifen fein abzustimmen
Atemfrequenz
Zahl der Atemzüge in der Minute
Aufklärungspflicht
rechtlich-ethische Pflicht des Arztes, Patienten über ihre Erkrankung, Behandlungsmöglichkeiten, Risiken der Behandlung sowie die Prognose der Erkrankung aufzuklären
Axial
der Achse, entsprechend der Achse folgend
B
Baclofen
Medikament zur Linderung von Spastik
Baclofenpumpe
Pumpe zur Gabe von Medikamenten in den knöchernen Rückenmarkkanal
Basal
grundlegend, an der Grundfläche, tief unten liegend
Basale Stimulation
Therapie zur Anregung der Sinne, mit dem Ziel, die Wahrnehmungsfähigkeiten zu fördern oder zu erhalten
Beatmung
künstlich: mechanische Atemhilfe bei Atemstillstand oder Atemerschwerung
Behandlungsfehler
liegt vor, wenn nachweislich die Sorgfaltspflicht des behandelnden Arztes beim Erstellen der Diagnose und bei der Durchführung der Therapie von den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und vom Standardkönnen der entsprechenden Fachgebiets-Arztgruppe zu weit abweicht
Behandlungspflicht
Es besteht keine allgemeine Behandlungspflicht, vielmehr Behandlungsfreiheit; somit kann der Arzt die Behandlung ablehnen. Ausnahmen: Notfallbehandlung, Behandlung eines Sozialversicherten durch den niedergelassenen Kassenarzt.
Behinderung
liegt vor, wenn die Minderung der Erwerbstätigkeit (MdE) mehr als 10 % beträgt, nicht nur vorübergehend ist und durch körperliche, seelische oder geistige Beeinträchtigung verursacht wird. Bei eine MdE von mehr als 50 % besteht eine Schwerbehinderung.
Bewusstlosigkeit
Ausfall der psychischen Wahrnehmungsfähigkeiten bei erhaltenen Grundfunktionen des Lebens
Bewusstsein
Gesamtheit der subjektiven psychischen Vorgnge bezüglich der Einordnung der Wertigkeit von Erlebnissen des Ichs
Bobath-Therapie
Therapie bei Bewegungsstörungen
Body-Mass-Index
Körpermassenindex, Verhältnis von Körpergewicht zur Körpermasse (BMI)
Bolus
Klumpen, konzentrierte Menge
Brücke
im Gehirn: Teil des Hirnstamms zwischen Groß- und Kleinhirn sowie verlängertem Rückenmark
Botulinumtoxin
Gift des Bakteriums Cloristridium botolinum
C
Cerebellum
Kleinhirn, hauptsächlich für Gleichgewicht und Abstimmung von Bewegungen zuständig
Cerebral
das Gehirn betreffend
Cerebrum
Großhirn, Gehirn
Chronisch
in der Medizin: lange (mindestens 3 Monate) bestehend oder dauernd sowie langsam verlaufend, anhaltend
Coma vigile
liegt dann vor, wenn der erhaltene Großhirmantel durch eine Kontinuitätsunterbrechung in Höhe des Zwischenhirns vom Hirnstamm abgetrennt und damit abgekoppelt ist
Cranial
nach oben gerichtet, kopfwärts
D
Dauerbehandlung
sich über lange Zeit (meist Jahre) erstreckende Behandlung
Defizit
in der Medizin: völliger oder teilweiser Ausfall normalerweise vorhandener Funktionen oder Fähigkeiten
Dehydrieren
entwässern
Dekubitus
Druckgeschwür der Haut oder Schleimhaut vom Aufliegen, Wundliegen
Dekubitusprophylaxe
Maßnahmen zur Verhinderung von Druckgeschwüren durch Aufliegen bzw. Wundliegen
Demenz
geistiger Abbau
Dezerebration
Enthirnung
Diagnose
Erkennung und Benennung einer Krankheit
Diagnostik
Durchführung von Untersuchungen zur Erkennung einer Krankheit oder Störung
Diencephalon
Zwischenhirn, u. a. aus Hypothalamus und Thalamus bestehend
Distal
entfernt vom Körperstamm liegend, z. B. an den Händen und Füßen
Dysarthrie
sämtliche Sprachstörungen, die durch Lähmungen im Bereich des Nervensystems verursacht werden
Dysphagie
meist schmerzhafte Störungen des Schluckakt als Folge von Entzündungen, Tumoren, bei Lähmungen im Speiseröhrenbereich
Dyspnoe
Atemnot, Kurzatmigkeit
E
Elektroenzephalographie (EEG)
Registrierung vom Gehirn ausgehender Potenzialschwankungen
Elektromyographie (EMG)
Verifizierung und Differenzierung peripherer Lähmungen
Efferenzen
wegführende, z.B. vom Gehirn zum Rückenmark laufende Nervenbahnen
Emotion
Gefühlsbewegung, Gefühlsäußerung
Empathie
Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen
Empirie
Erfahrung, Wissen, das auf langjährige Beobachtungen und den daraus abgeleiteten Erfahrungen basiert
Empfindungsstörung
Störung der Wahrnehmung von Empfindungen wie Berührung, Schmerz oder Temperatur
Empirisch
erfahrungsbedingt, aufgrund der Beobachtung in gleichartigen Situationen
Empowerment
Befähigung, Ermächtigung, bei chronisch Kranken: im übertragenen Sinn: Stärken der Fähigkeit, mit Krankheit und ihre Folgen umzugehen
Enteral
Darm- und Eingeweide betreffend
Enzephalitis
Gehirnentzündung
Enzephalon
Gehirn
Epilepsie
Oberbegriff für Störungen oder Krankheiten, die mit chronischen, wiederholt auftretenden epileptischen Anfällen ohne akut erkennbare Ursache oder Auslöser einhergehen
Ergotherapie
Wird angewandt bei motorischen Störungen, Behinderung der geistigen und psychischen Fähigkeiten und Ausfall der Sinnesorgane. Dies erreicht man durch gezielte Beschäftigungs- und Arbeitstherapiemaßnahmen.
Evaluation / Evaluierung
Bewertung , Beurteilung
Evidenz
Beweis Nachweis, Gewissheit ( gesichertes Wissen in Form aussagekräftiger Studien)
Exklusion
Ausschluss
Extension
Strecken
Extensoren
Streckmuskeln
Extern
außen, äußerlich
Extrakraniell
außerhalb des Schädels
Extrazerebral
außerhalb des Gehirns
Extremität
Endteil, z.B. Gliedmaße (Arme und Beine)
F
Familienanamnese
Krankheitsvorgeschichte in der Familie
Fazial
im Gesicht, das Gesicht betreffend
Fazialisparese
Lähmung der Gesichtsmuskulatur aufgrund einer meist entzündlichen Schädigung des entsprechenden Nervs
Fazilitation
Erleichterung, Bahnung
Feinmotorik
feinere Bewegungen, z.B. der Finger
Feldenkrais- Therapie
Therapie zur Bewusstmachung der eigenen Körperbewegungen
Fixieren
beim Sehen: genau ansehen, den Blick z.B. auf einen bestimmten Punkt richten
Flexion
Beugung, z.B. eines Gelenks
Fluktation
Schwankung, z.B. der Gedächtnisleistung oder Stimmung
Fokal
herdförmig
Fokaler Anfall
nur einen Teil des Gehirns betreffender epileptischer Anfall ohne und mit Bewusstseinsstörung
Fokale Ausfälle
nur einen Teil des Gehirns betreffenden Ausfälle
Fokales Defizit
herdförmig, nur einem Teil des Gehirns betreffend: z.B. Gesichtsfeldausfälle
Fokus
Herd, umschriebener Ausgangspunkt von Krankheiten oder Störungen
Fokussieren / Fokussierung
verdeutlichen, hervorheben, genaues Anschauen
Frontal
an der Vorderseite, vorn gelegen; am Kopf: an der Stirn gelegen
Frontlappen
Stirnlappen des Großhirns
Funktionsstörung
Störung der normalen Tätigkeit oder Leistung, z.B. des Gedächtnisses
G
Ganzheitlicher Behandlungs-Ansatz
Betrachtungsweise der anthroposophischen Medizin mit Berücksichtigung aller möglichen Ursachen einer Krankheit und Ansatzpunkte zu deren Behandlung
Gehirn
Hirn
Gesichtsfeld
Ausschnitt der Umwelt, der bei gleich bleibender Kopfhaltung gesehen werden kann
Gestik
körperliche Ausdrucksbewegung
Grand-mal-Anfall
epileptischer Anfall mit Verlust des Bewusstseins und zuckendem Krampfen der Arme und Beine
Grad der Behinderung (GdB)
in Deutschland Einstufung nach dem Schwerbehindertengesetz
Grobmotorik
grobe Bewegungsabläufe, z.B. Stehen und Gehen
Großhirn
Hauptbestandteil des Gehirns mit: Stirnlappen, Scheitellappen, Schläfenlappen, Hinterkopflappen und Zentrallappen
H
Hemiparese
Halbseitenlähmung, teilweise Lähmung einer Körperseite
hemiparetisch / hemiplegisch
halbseitig teilweise gelähmt
Hemiplegie
Halbseitenlähmung, motorische Lähmung einer Körperhälfte
Hemisphäre
Hälfte, z.B. des Großhirns
Hippotherapie Reittherapie
spezielle Form der Krankengymnastik auf einem Pferd ohne Sattel
Hirn
der in der Schädelhöhle liegende Teil des Zentralnervensystems, es besteht aus dem Großhirn und dem Kleinhirn
Hirnblutung
Durchblutungsstörung des Gehirns mit Einblutung, Absterben von Zellen und Narbenbildung
Hirninfarkt
Durchblutungsstörung des Gehirns mit Absterben von Zellen und Narbenbildung
Hirnleistungsstörung
Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit
Hirnleistungstraining
geistige Übung zur Verbesserung der Hirnleistung
Hirnnerven
an der basalen Seite des Hirnstammes austretende 12paarige (Ausnahme: IV.Nerv) Nerven
hirnorganisch
durch eine Störung des Gehirns bedingt
Hirnrinde
an der Oberfläche des Gehirns liegender Teil; bei Menschen am weitesten entwickelt und Sitz der geistigen Funktionen wie Denken und Bewusstsein
Hirnstamm
Verbindungsabschnitt zwischen den beiden Hälften des Großhirn und dem Rückenmark, durch den alle Nervenimpulse laufen, sowohl vom Gehirn zum Körper als auch umgekehrt
Hirnstammanfall
anfallsweise auftretendes, wenige Minuten anhaltendes schmerzhaftes Zusammenziehen der Muskulatur einer Körperseite ohne Störung des Bewusstseins
Hirnstammreflex
Reflex zur Überprüfung der Funktionen des Hirnstamms
Hirnstammsymptom
Krankheitszeichen infolge gestörter Funktionen des Hirnstamms
Hirnstammsyndrom
charakteristische Kombination von Krankheitszeichen infolge gestörter Funktionen des Hirnstamms
Hirntod
Nachweis durch unabdingbare Kriterien: z.B. komplettes Schwinden aller Hirnstammreflexe, Zusammenbruch der Herz-Kreislauf-Regulation, u.m.
Hirntrauma
Hirnverletzung, auch Schädel-Hirn-Trauma (SHT)
Hydrotherapie
Wassertherapie, Bewegungsübungen im Wasser
Hypalgesie
verminderte Schmerzempfindlichkeit
Hypästhesie
verminderte Berührungsempfindlichkeit
Hyper
Vorsilbe für über-, erhöht, vermehrt
Hypertonie
Hochdruckkrankheit
Hyperästhesie
Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzreizen
Hyperintensität
Bereich vermehrter Intensität
Hyperkinese
übermäßig starke Bewegung
Hyperpathie
vermehrte Berührungs- und Schmerzempfindung
Hypertonie / Hypertonus
erhöhter Blutdruck / erhöhte Muskelanspannung
Hyperventilation
Überatmung, zu rasche und tiefe, übermäßige Atmung mit Abnahme von Kohlendioxid im Blut
Hypo
Vorsilbe für unter-, erniedrigt, vermindert
Hypophyse
Hirnanhangdrüse, liegt an der Unterseite des Gehirns
Hypothalamus
unter dem Thalamus liegendes Hirngebiet
Hypotonie / Hypotonus
verminderter Blutdruck / verminderte Muskelanspannung
Hypoxie
Sauerstoffmangel in Körpergeweben
ICD-Nummer
Internationale Klassifikation von Krankheiten, die ICD-Nummern werden in ärztlichen Berichten oft zusammen mit Diagnosen genannt
Immun
unempfänglich gegen ansteckende Infektionen, meist auf Krankheitserreger und den durch eine durchgemachte Krankheit oder Impfung erworbenen Zustand bezogen
Immunität
Unempfindlichkeit, Unempfänglichkeit gegenüber Krankheitserregern
Immunsystem
Abwehrsystem, zusammenfassende Bezeichnung für die Körperorgane, die für eine erworbene Unempfänglichkeit gegenüber Krankheitserregern und deren Gifte zuständig sind
Imperativ
zwingend, nicht zu unterdrücken
Impuls
elektrisches Signal im Nervensystem, als Spannung messbar
Indikation
Heilanzeige
Indiziert
angezeigt
Induktion
Anregung
Induziert
angeregt, stimuliert, hervorgerufen
Infektion
Entzündung
Infektiös
ansteckend
Infusion
„Tropf“ - Einleitung einer flüssigen Lösung
Inhalation/ inhalieren
einatmen
Initial
anfänglich, zu Beginn
Initialdosis
Dosis zu Beginn einer Behandlung
Initialsymptom
erstes Krankheitszeichen
Injektion
Einspritzung
Inkludieren
einschließen
Inklusion
Einschluss
Inkompatibel
unvereinbar, unverträglich
Inkompatibilität
Unverträglichkeit, Gegensatz
Instabil
schwankend, wechselhaft
Instabilität
Unbeständigkeit, Unsicherheit, wechselhafter Zustand
Insult
in der Medizin: ungenaue Bezeichnung für eine Schädigung(z.B. des Gehirns durch eine Hirnverletzung)
Integration
Eingliederung, z.B. kranke Menschen in die Gesellschaft
Intensiv
stark, bewirkend
Intensivmedizin
Behandlung von Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder nach Operationen auf so genannten Intensivstationen
Intensität
Stärke, Wirksamkeit
Intervall
Zeitabstand, Zwischenraum
Intolerant
in der Medizin: fehlende Verträglichkeit bzw. Nicht-Gewöhnung
Intra
Vorsilbe: in , innerhalb
Intrakraniell
innerhalb des Schädels
Intrathekale Pumpe
Pumpe zur Gabe von Medikamenten in den knöchernen Rückenmarkkanal, z.B. zur Linderung einer schweren Spastik
Intravenös
in die Venen
Intrazerebral
im Gehirn
Intubation
Einführen eines Tubus - in aller Regel eines Schlauches - zur künstlichen Beatmung
Intubieren
eine Intubation durchführen
Invalidität
dauerhafte körperlich Behinderung
Invasiv
eindringend, die Körperhülle verletzend
Inzidenz
Auftreten einer Krankheit, Zahl der Neuerkrankungen an einer bestimmten Krankheit in einem bestimmten Zeitraum (meist 1 Jahr)
Irrational
unvernünftig, nicht auf Vernunft gegründet
Irregulär
unregelmäßig, sich verändernd
Irrelevant
unbedeutend, unwichtig
Irreparabel
unheilbar, nicht wieder herstellbar
Irreversibel
nicht rückbildungsfähig, nicht rückgängig zu machen
Irritabilität
Reizbarkeit, Störbarkeit, Verwirrbarkeit
Irritation
Reizung, Störung, Verwirrung
Irritativ
reizend, störend, verwirrend
Ischämie
Blutleere in Organteilen oder Organen bei zeitweiliger oder andauernden Unterbrechung der arteriellen Blutzufuhr
Ischämisch
mit einer Ischämie einhergehend
Ischämischer Insult / Schlaganfall
Durchblutungsstörung des Gehirns mit Absterben von Nervenzellen und Narbenbildung
J
Juvans
heilend, helfend
K
Kalotte
knöcherndes Schädeldach
Katamnese
Nachuntersuchung mit Erhebung des zwischenzeitlichen Krankheitsverlaufs nach gestellter Diagnose / Anamnese
Katheder
dünner Schlauch z.B. zum Transport von Flüssigkeit in oder aus dem Körper
Katherisieren
Einführen eines dünnen Schlauches in den Körper
Kausalität
ursächlicher Zusammenhang
Kinästhetik
Konzept zur Bewegungswahrnehmung
Kinesiologie
esoterische, medizinische Lehre zur Bewegung
Kleinhirn
im Hinterkopf, zwischen dem Hirnstamm und zwischen Rückenmark sowie Großhirn liegender Teil des Gehirns; im Wesentlichen für die Abstimmung von Bewegungen der Augen und des Körpers hinsichtlich Beschleunigung, Genauigkeit und Geschwindigkeit zuständig
Klinisch – neurologischer Befund
Ergebnis der körperlichen Untersuchung der Funktion des Nervensystems
Klonisch
mit rasch aufeinander folgenden Muskelzuckungen und entsprechenden Bewegungen des Körpers bzw. von Armen und Beinen einhergehend
Klonus
Schüttelkrampf; unwillkürliche, schnell aufeinander folgende rhytmische Muskelzuckungen
Kognition
Gesamtheit der geistigen Fähigkeiten (Wahrnehmen, Erkennen, Denken , Erinnern, Beurteilen, Bewerten, Vorstellen, Planen u.a.
Kognitiv
verstandesmäßig; Erkennen, Denken und andere geistige Fähigkeiten betreffend
Kognitive Funktionen
Sammelbezeichnung für geistige Funktionen; verstandesmäßige Vorgänge des Bewusstmachens von Wahrgenommenen und Gutachtern einschließlich Sprache und Sprachverständnis, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Denkvermögen
Kollaps
Anfallsweise, den ganzen Organismus betreffende Schwäche als Folge einer akuten Mangeldurchblutung des Gehirns
Koma
stärkster Grad der Wachheitsstörung, tiefste Bewusstlosigkeit. Im Koma wird auch auf starke Schmerzreize nicht mehr reagiert, und es schwinden allmählich Schritt für Schritt die verschiedenen Reflexphänomene
Kompetenz
Befugnis, Zuständigkeit, Fähigkeit zur angemessenen Beteiligung an Gesprächen und Entscheidungen
Kongruent
übereinstimmend, passend, bestätigend
Kongruenz
Übereinstimmung, Bestätigung
Konsens
Zustimmung, Einwilligung
Konsilidierung
Verfestigung, Stabilisierung
Konstitution
Körperbau, körperliche Verfassung oder Zustand
Konsultation
beratender Besuch bei einem Arzt
Konsultieren
sich bei jemanden vorstellen
Kontamination
Verunreinigung, Verschmutzung, schädliche Beimischung
Kontext
Zusammenhang
Kontinent
mit erhaltener Kontrolle von Urin- oder Stuhlabgang
Kontra
Vorsilbe: gegen, hemmend, schwächend, ähnlich
Kontraindikation
Gegenanzeige; Krankheit oder Umstand, bei dem eine Maßnahme oder Medikamenteneinnahme nicht oder nur unter besonderen Voraussetzungen erfolgen darf
Kontraindiziert
auf keinen Fall angezeigt; nicht anzuwenden
Kontraktion
Verkürzung oder Anspannung eines Muskels
Kontraktur
abnorme, unter Umständen dauerhafte Versteifung eines Gelenks in Beugestellung bei unbehandelter oder unzureichend behandelter Spastik
Kontralateral
gegenseitig, auf der gegenüberliegenden Seite gleichzeitig
konträr
entgegengesetzt, gegenteilig
Kontrastmittel
Mittel zur besseren Auflösung oder Darstellung
Konvexität
Wölbung nach außen, z.B. der Schädelknochen oder der Oberfläche des Gehirns
Konzentrisch
um einen gemeinsamen Mittelpunkt herum angeordnet
Kooperation
Zusammenarbeit
Korrelation
Wechselbeziehung, gegenseitige Abhängigkeit
Korrelieren
zusammenhängen
Kortex
Hirnrinde; äußere Schicht des Groß- und Kleinhirn
Kortikal
die Hirnrinde betreffend
Kortikale Funktionen
von der Hirnrinde gesteuerte Abläufe
Kortikale Stimulation
Reizung von Nervenzellen der Hirnrinde
Kortikospinal
Hirnrinde und Rückenmark betreffend z.B. verbindende Nervenbahnen
Kranial / kraniell
zum Kopf hin, den Schädel betreffend
Kritisch
grenzwertig, bedenklich
Kurieren
heilen
Kurzzeitgedächtnis
unmittelbares Gedächtnis; Fähigkeit einen Sachverhalt für wenige Sekunden zu behalten, ohne das eigentliche Gedächtnis zu belasten
L
Labil
schwankend, wechselhaft, unbeständig
Labilität
Unbeständigkeit, Unsicherheit,, schwankender, wechselhafter Zustand
Langzeitgedächtnis
Gedächtnis für lange Zeit zurückliegende Inhalte
Lappen
ein relativ gut abgegrenzter Teil eines Organs
Larynx
Kehlkopf
Lähmung
motorische: Einschränkung (Parese) bis vollständiger Verlust (Paralyse) der Fähigkeit, Muskeln zu bewegen
Läsion
Schädigung, Verletzung
Lateral
seitlich, seitwärts, eine Seite betreffend
Lebensqualität
zunehmend mehr berücksichtigtes Erfolgsmerkmal der Behandlung einer Krankheit, das mehr auf der Einschätzung der Betroffenen als der behandelnden Ärzte beruht und eher die Auswirkungen von Störungen und Behinderungen als diese selbst berücksichtigt
Letal
zum Tode führend, tödlich
Letalität
Sterblichkeit
Lethargisch
antriebslos, interessenlos, teilnahmslos
Limbisches System
untereinander eng verbundenes Gehirnsystem, das überwiegend im Schläfenlappen lokalisiert ist und insbesondere für Gedächtnis und Gefühle wichtig ist
Lioresal
ein Handelsname von Baclofen
Liquor
Nervenwasser; Flüssigkeit in Hohlräumen des Gehirns sowie um Gehirn und Rückenmark
Liquorbefund
zusammenfassende Wertung der Untersuchungsergebnisse
Lobus
Lappen z.B. des Gehirns
Logopädie
Sprach- und Sprechheilkunde; wird in der Neurologie zwar vorwiegend bei Sprachstörungen nach Schlaganfällen oder Kopfverletzungen eingesetzt
Locked-in-Syndrom (LIS)
Dem apallischen Syndrom und dem Coma vigile zum Verwechseln ähnlich. Ihm liegt eine Transversalschädigung des Hirnstamms in Höhe der Brücke zugrunde. Daraus resultiert, dass die betroffenen zwar wach und bei Bewusstsein sind, dies jedoch nicht bzw. einzig und allein durch noch durch willkürlich ausführbare vertikale Augenbewegungen zu erkennen gegen können.
Lokalanästhesie / lokale Betäubung
umschriebene Betäubung
Lokalisation
Ortsbestimmung, z.B. einer krankhaften Störung im Gehirn
Lumbal
den Lendenbereich betreffend
Lumbalmark
Rückenmark im Lendenbereich
Luxation
Verrenkung
Luxieren
verrenken
M
Magnetresonanz-Spektroskopie (MRS)
Spezialuntersuchung mit der Magnetresonanztomographie, bei der die Konzentration von Stoffen in ausgewählten Abschnitten des Gehirns bestimmt werden kann
Magnetresonanz-Tomographie (MRT)
Computertomographie ähnelnde Untersuchungsmethode, die aber zur Messung Magnetfelder anstatt Röntgenstrahlen benutzt und noch genauer Bilder liefert
Maligne
bösartig
Medial
zur Mitte hin, in der Mitte gelegen
Medikation
Arztverschreibung. Verordnung
Meditation
Entspannung des Körpers und Geistes
Medizin
Heilkunde, ärztliche Kunst, Wissenschaft von gesunden und kranken Menschen
Meningitis
Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute
Menings
Gehirnhaut
Mental
geistig, geistige Funktionen betreffend
Mentalität
seelisch-gedankliche Einstellung zu den Eindrücken, die wir von der Welt gewinnen
Mesenzephal
das Mittelhirn betreffend
Mesencelaphon
Mittelhirn
Migräne
häufig vorkommende, meist halbseitige Kopfschmerzform
Mimik
Mienenspiel, Ausdrucksform des Gesichts
Mnestisch
das Gedächtnis betreffend
Mobil
beweglich
Mobilisation
beweglich machen, die Beweglichkeit verbessern
Mobilität
Beweglichkeit
Modalität
bestimmter Teil einer Funktion, z.B. der Sinneswahrnehmung
Monoparese
Schwäche eines Armes oder Beines
Monotherapie
Behandlung einer Krankheit mit nur einem Medikament
Morbid
krank, krankhaft
Morbidität
Erkrankungshäufigkeit
Moribund
todkrank, sterbend
Mortalität
Sterblichkeit, zahlenmäßig ausgedrückt durch die Sterbeziffer, das Verhältnis Todesfälle zur Gesamtbevökerungszahl
Motiv
Beweggrund
Motorik
Bewegung, Bewegungssteuerung
Motorisch
die Aktivität der Muskulatur, Bewegungen betreffend
Motorische Aphasie
Sprachstörung mit erhaltenem Sprachverständnis
Motorische Funktionen
willkürliche, aktive Bewegungen
Multi
Vorsilbe; viel oder viel- oder mehrfach
Multidisziplinär
mehrere Fachgebiete betreffend, unter Beteiligung mehrerer Fachgebiete; interdisziplinär
Multifaktoriell
mit vielen Bedingungen oder Ursachen zusammenhängend
Multifokal
gleichzeitig an mehreren Stellen herdförmig umschrieben
Multimorbid
mehrfach krank
Multimorbilität
Mehrfach- oder Vielfacherkrankung
Muskelastrophie
Muskelschwund
Muskeltonus
Muskelspannung in Ruhe
Myelon
Mark
Myoklonie / Myoklonus
unwillkürliche, blitzartige Zuckung von Muskeln oder Muskelgruppen
Myopathie
Muskelerkrankung
N
Nachsorge
ärztliche Versorgung und Betreuung im Anschluss an eine akute Erkrankung
Nachstationär
sich an einen Krankenhausaufenthalt anschließend
Neo
Vorsilbe, neu
Nerv
Bündel aus Nervenfasern und Bindegewebe
Nervenblock
Behandlungstechnik bei schwerer Spastik mit vorübergehender Blockade von Nerven durch Einspritzen von Medikamenten
Nervenfaser
Hauptbestandteil peripherer Nerven, aber auch der weißen Substanz im Zentralnervensystem
Nervenwasser
Liquor
Nervensystem
aus dem Gehirn und Rückenmark, den Nerven außerhalb davon sowie dem nicht der Willkürkontrolle unterliegenden Nervensystem
Neuro
Vorsilbe: das Nervensystems betreffend
Neurogen
durch das Nervensystem bedingt
Neurologe/ Neurologin
Arzt / Ärztin für Neurologe bzw. körperliche Krankheiten des Nervensystems und der Muskulatur
Neurologie
Lehre von den Nervenkrankheiten
Neurologisch
das Nervensystem betreffend
Neurologischer Befund / Status
Ergebnis der körperlichen Untersuchung der Funktion des Nervensystems
Neuron
einzelne Nervenzelle
Neuronal
Nervenzellen betreffend
Neuropathie
Sammelbegriff für Erkrankungen der peripheren Nerven unterschiedlicher Ursache
Neuropathologie
Lehre von Erkrankungen und Entwicklungsstörungen des gesamten Nervensystems
Neuropsychologie
Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Gehirn und Verhaltensweisen wie Wahrnehmung, Lernfähigkeit, Sprachverarbeitung und Gedächtnis zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Abschnitte des Gehirns
Neurotisch
psychisch gestört
non
Vorsilbe: nicht
nonverbal
nichtsprachlich, ohne Worte
O
Objektiv
streng sachlich beobachtend und beurteilend, bei unvoreingenommener Betrachtung
Objektivierbar
nachweisbar, durch Untersuchungsbefunde belegbar
Obstipation
Stuhlverstopfung
Okzipital
am Hinterkopf gelegen
Olfaktorisch
Riechen betreffend
Operativ
mit einer Operation einhergehend
Option
Auswahlmöglichkeiten
Oral
durch den Mund, den Mund betreffend
Orbita
knöcherne Höhle des Schädels
Organ
mit einer bestimmten Aufgabe verbundene Körpereinheit
Organisch
körperlich, aus lebenden Material bestehend
Organisches Psychosysndrom
psychische Veränderungen wie Verlangsamung mit Verminderung von Aufmerksamkeit oder Denkvermögen durch Störungen im Gehirn
Organismus
Lebewesen
Orientierung
Fähigkeit, sich zum Raum / Ort, zur Zeit oder zur Person zu orientieren bzw. auszukennen
Ortho
Vorsilbe: normal richtig (herum)
Orthopädie
Lehre von der Behandlung, Verhütung und Entstehung krankhafter Veränderungen des aktiven und passiven Bewegungs- und Halteapparates
Ösophagus
Speiseröhre
Osteoporose
Entkalkung und Abnahme des festen Knochengewebes mit erhöhtem Risiko von Brüchen
Outcome
in der Medizin: Zustand nach einer Erkrankung, einer Erkrankungsphase oder deren Behandlung
Output
Ausgang, z.B. von einer Zelle oder einem Organ ausgehend
P
Palliativ
lindernd, aber nicht heilend
Pallium
Mantel der Großhirnhemisphäreen
Para
Vorsilbe: neben, daneben
Paraparese
Schwäche, Lähmung beider Beine
Paraplegie
doppelseitige, völlige Lähmung bzw. Bewegungsunfähigkeit beider Beine
Paraspastik
spastische Lähmung beider Beine
Parenteral
unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals in den Körper gelangend; z.B. Verabreichung mit Spritzen in Blutgefäße
Parese
teilweise Lähmung, Schwäche
Parietal
am Scheitel gelegen
Parietallappen
in der Scheitelregion liegende Teile des Gehirns
Parkinson-Krankheit
Schüttellähmung, die unter anderem mit Muskelzittern, erhöhter Muskelspannung und verminderter Beweglichkeit einhergeht
Passiv
ohne eigenes Zutun, indirekt beteiligt, untätig
Pathogen
krank machend
Pathogenese
Entstehung und Entwicklung von Krankheiten
Pathalogie
Krankheitslehre, Untersuchung krankhafter Veränderungen im Körper
Pathologisch
nicht normal, ungewöhnlich, krankhaft
Pathomorphologisch
krankhafte Veränderungen
Pathaphysiologie
Untersuchung krankhafter Vorgänge und Abläufe
Pathophysiologisch
krankhafte Veränderungen betreffend
Peri
Vorsilbe: um (etwas) herum
Periodisch
regelmäßig oder nahezu regelmäßig wiederkehrend
Peripher
außen, am Rand gelegen
Periphere Fazialisparese
Lähmung der Gesichtsmuskel aufgrund einer meist entzündlichen Schädigung des entsprechendes Nervs
Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)
unter Kontrolle mit einem Endoskop durch die Bauchwand in den Magen eingeführter Schlauch zur Ernährung
Permanent
dauernd
Permeabel
durchlässig
Persistenz
Fortbestehen, weiteres Auftreten
Persistieren
bestehen bleiben, fortbestehen, weiterhin auftretend
Persistierend
dauerhaft, fortbestehend
Perzeption
Wahrnehmung; bewusste Aufnahme von Sinnesfunktionen
Pharynx
Rachen
Phase
in der Medizin: begrenzter umschriebener Abschnitt
Physiologie
Lehre von den normalen (gesunden) Vorgängen im Körper
Physiologisch
unauffällig, gesund; den normalen Abläufen im Körper entsprechend
Physiotherapie
Krankengymnastik
Physisch
körperlich
Plastizität
am Gehirn: Anpassungs- und Ausgleichsfähigkeit nah einer Schädigung mit einer Reorganisation der Zuordnung von Aufgaben, so dass ein erwarteter Ausfall von Funktionen nicht oder nur teilweise eintritt
Plausibel
verständlich, nachvollziehbar
Plegie
vollständige Lähmung, totaler Verlust der Muskelkraft
Plegisch
vollständig gelähmt, mit einer Plegie einhergehend
Pneumonie
Lungenentzündung
Poly
Vorsilbe: viel, vielfach, verstreut
Polyneuropathie
Erkrankung im peripheren Nervensystems an mehreren Stellen
Polytherapie
gleichzeitige Behandlung mit mehreren Medikamenten
Polytrauma
Mehrfachverletzung; in der Regel schwerwiegende. Oft lebensbedrohliche Verletzungen mehrerer Körperregionen oder mehrerer Organe, z.B. am Kopf und Bauch
Pons
Brücke, Abschnitt des Hirnstamms, vor dem Kleinhirn und zwischen Mittelhirn und verlängertem Rückenmark gelegen
Pontin
die Brücke (pons) betreffend
Positiv
im medizinischen Sprachgebrauch: „auffällig“. Etwas Krankhaftes nachgewiesen
Post
Vorsilbe: hinter, nach, nachher
Post hoc
nachträglich, im Nachhinein
Postinfektiös
nach einer Entzündung
Postoperativ
nach einer Operation
Posttraumatisch
nach der Verletzung, nach dem Unfall
Prä
Vorsilbe: vor
Präferenz
Bevorzugung
Präferenziell
bevorzugt
Präferieren
bevorzugen
Pragmatisch
wirklichkeitsbezogen an der üblichen Vorgehensweise
Präoperativ
vor einer Operation
Prävention
Vorkehrung zur Verhinderung von Krankheiten
Präventiv
vorbeugend
Primär
in erster Linie, hauptsächlich, von Anfang an, zu Beginn, ursprünglich, übergeordnet
Primärsymptom
erstrangiges oder führendes Symptom
Priorität
Bedeutungs- oder Wichtigkeitsreihenfolge
Pro
Vorsilbe: vor(stehend), vorn, vorzeitig, fördernd
Proband
in der Regel gesunde Testperson
Professionell
beruflich, aufgrund erlernter bzw. besonderer Fähigkeiten
Profund
gründlich, stark, umfassend
Prognose
Vorhersage der weiteren Entwicklung, z.B. Krankheitsverlauf
Prognostizieren
vorhersagen
Progedient
fortschreitend, zunehmend, sich verschlechternd
Progredienz
Fortschreiten, z.B. einer Krankheit
Progression
Zunahme
Progressiv
sich entwickelnd, stufenweise
Propriozeptoren
Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen zur Rückmeldung von deren Lage und Stellung an das ZNS
Prospektiv
die weitere Entwicklung betreffend, bei Krankheiten: den weiteren Verlauf betreffend
Proximal
nahe zum Körperstamm liegend, z.B. an den Oberarmen
Prozedere
weiteres Vorgehen
Prozedur
Untersuchungsmethoden, Verfahrensweise
Pseudo
Vorsilbe: für unecht, vorgetäuscht, falsch
Psychatrie
Lehre von den psychischen Krankheiten des Nervensystems
Psychiatrisch
durch eine psychische Krankheit bedingt
Psychisch
seelisch, geistig
Psychische Störung
seelische Störung
Psychogen
seelisch, psychisch bedingt
Psychologie
Lehre von den normalen seelischen und geistigen Funktionen
Psychologisch
psychische Vorgänge betreffend
Psychomotorisch
die Gesamtheit der durch Gedanken (Psyche und Willen)beeinflussbaren Bewegungen
Psychoorganisches Syndrom
psychische Veränderungen wie Verlangsamung mit Verminderung von Aufmerksamkeit oder Denkvermögen durch Störungen des Gehirns
Psychosomatik
Lehre von der psychischen (Mit-)Verursachung und Beeinflussung körperlicher Beschwerden oder Krankheiten
Psychosomatisch
körperliche Auswirkungen, welche aber psychische Ursachen haben
Psychosyndrom
ungenauer Sammelbegriff für ein vieldeutiges Beschwerdebild mit im Vordergrund stehender geistiger Leistungsminderung
Psychotherapie
psychische Behandlung: Lehre von der psychischen Behandlung; bedient sich vorwiegend verschiedener nichtmedikamentöser Methoden
Psychotrauma
psychische Belastung oder Verletzung
Q
Quarantäne
Isolierung von Menschen oder Tieren in speziellen, der Allgemeinheit nicht zugänglichen Räumen oder Sperrgebieten bei Infektionen oder Infektionsverdacht mit quarantänepflichtigen Erkrankungen
Quadriplegie
vollständige Lähmung aller vier Gliedmaßen (Arme und Beine)
Querschnitt
Abkürzung für querschnittsförmige Störung durch eine Erkrankung des Rückenmarks
Querschnittslähmung
teilweise oder völlige Lähmung der Muskeln, die unterhalb einer Querschnittsläsion des Rückenmarks liegen
Querschnittssyndrom
Krankheitsbild mit Querschnittslähmung
R
Radikulär
(Nerven-)Wurzeln betreffend
Radikulitis
Entzündung von (Nerven-)Wurzeln
Randomisiert
zufällig, durch Zufall entschieden
Randomisierung
Zuteilung per Zufall
rapid
rasch
Reaktive Depression
Niedergeschlagenheit, Verstimmung nach einer Schädigung oder einem Ereignis
Reaktivieren / Reaktivierung
erneutes Auftreten, erneutes Verwenden
Rechtshemipherisch
die rechte Hemisphäre (z.B. des Großhirns) betreffend
Reduktion
Verminderung, Abnahme
Referenz
Bezug, Bezugsgröße
Reflektorisch
durch einen Reflex bedingt
Reflex
unwillkürliche, aber regelhaft ablaufende und durch einen reiz auslösbare Reaktion des Körpers: z.B. Zuckung eines Muskels nach Schlag auf die zugehörige Sehne
Reflux
Rückfluss
Regeneration
in der Medizin: Heilungsprozess
Regenerieren
mit einer Regeneration einhergehend
Regulär
regelmäßig, gleich bleibend
Regulation
Steuerung
Rehabilitation
berufliche und soziale Wiedereingliederung, z.B. in das Berufsleben nach Heilung oder Besserung einer Krankheit als auch bei dauerhafter Behinderung
Reintegration
soziale Wiedereingliederung
Reklination
Beugung nach hinten
Rekonvaleszens
Erholungsphase
Rekurrent
zurückgehend
Relaxation
Entspannung
Relaxieren
entspannen
Relevant
bedeutend, wichtig
Remission
eindeutige Besserung oder Rückbildung von Krankheitszeichen
Resudal-/ residuell
übriggeblieben, auf eine frühere Schädigung zu beziehen
Resistent
widerstandsfähig, auf Behandlungsmaßnahmen nicht ansprechbar
Resistenz
Widerstandskraft
Respiration
Atmung
Respirationstrakt
Atmungsorgane
Respiratorisch
die Atmung betreffend
Restitution
Heilung mit Wiederherstellung der Funktion, Genesung
Restriktion
Heilung mit Wiederherstellung der Funktion, Genesung
Restriktiv
eingeschränkt, vermindert
Resultat
Ergebnis
Resultieren
bewirken, hervorgehen
Retrograd
in die Vergangenheit, nach hinten gerichtet
Retrospektiv
rückblickend, die frühere Entwicklung betreffend
Retrospektive Studie
rückblickend ausgewertete Studie
Reversibel
umkehrbar, rückbildungsfähig, rückgängig zu machen
Reversibilität
Umkehrbarkeit, Rückbildungsfähigkeit
Rezidiv
Rückfall, Wiederauftreten
Rezidivierend
mit Rückfällen, Wiederauftreten von Krankheitszeichen einhergehend
Reziprok
umgekehrt, in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehend
Richtlinie
Empfehlung zum Vorgehen
Rigid
starr, unbeweglich
Rigidität
Starre, Versteifung der Muskulatur
Rigor
dauernd erhöhte Muskelspannung, Steife, Steifigkeit
Risikofaktor
Einflussgröße, deren Vorhandensein mit einem erhöhten Risiko einer Störung oder Krankheit einhergeht
Roborierend
kräftigend, stärkend
Rostral
nach oben, zum Kopf hin gerichtet
Rostro-kaudal
von oben nach unten
Rotation
Drehung, Drehbewegung um die Längsachse
Routine
Standard, übliches Vorgehen
Routinemäßig
regelmäßig, regelhaft
Rückenmark
strangförmiger Teil des Zentralnervensystems im knöchernen Kanal der Wirbelsäule
Rückenmarkkanal
knöcherner Kanal in der Wirbelsäule
Rückfallprognose
Vorhersage der Häufigkeit eines Rückfalls oder Wiederauftretens von Beschwerden
Rudimentär
verkümmert, nicht normal ausgebildet
Ruhetremor
Tremor in Ruhe ohne Durchführen einer Bewegung oder Einhaltung einer Position
Rumpfataxie
Rumpfschwanken
S
Sakral
den Kreuzbeinbereich betreffend
Sakralmark
Rückenmark im Kreuzbeinbereich
Salivation
Speichelbildung, Speichelfluss
Sauerstoff
lebenswichtiges Element
Sauerstofftherapie
Behandlung mit Sauerstoff
Schädelbasis
Unterseite des knöchernen Gehirnschädels mit Ein- bzw. Austrittsöffnungen für das Rückenmark, die Hirnnerven und Blutgefäße
Schädel-Hirn-Trauma / Schädel-Hirn-Verletzung
Sammelbezeichnung für Kopfverletzungen mit Gehirnbeteiligung
Schläfenlappen
in der Schläfenregion
Schlaff
mit einer Spannungsminderung einhergehend
Schlaganfall
schlagartig, plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns (Einblutung in das Gehirn oder Minderdurchblutung), bei der es zu mindestens einen Tag lang anhaltenden Störungen wie einer Parese oder Aphasie kommt
Schulmedizin
herkömmliche, an den Universitäten gelehrte Heilkunde, bei der Behandlung einer Krankheit werden ihrer Ursache entgegenwirkende Mittel eingesetzt
Score
Stand, Ergebnisse
Screening
Suchen, Suchdiagnostik
Sedation / Sedierung
müde machende Beruhigung mit Schläfrigkeit bis hin zur Lethargie, sowie u.a. verlangsamte Reaktionen
Sedativ / sedierend
beruhigend, müde machend
Segment
Abschnitt, Teil
Segmental
in der Medizin: nur Teile des Körper betreffend
Segmentiert
in mehrere Abschnitte oder Bereiche aufgeteilt
Selbsthilfegruppe
Gruppe direkt oder indirekt von einer Krankheit Betroffener und Angehörigen mit gegenseitiger Unterstützung durch Erfahrungsaustausch
Selbstwertgefühl
Einschätzung der eigenen körperlichen und psychischen Individualität und Wertschätzung
Selektion
Auswahl, Auslese
Selektiv
gezielt, umschrieben, nur einen Teil betreffend
Semi
Vorsilbe: halb
Sensibel
empfindlich, Wahrnehmung für Berührung, Schmerz und Temperatur betreffend
Sensilibisierung
Empfindlichmachung; Herbeiführen einer verstärkten Reaktion bzw. Neigung zur Allergie
Sensibilität
Sammelbezeichnung für Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfinden
Sensibilitätsstörung
Störung der Wahrnehmung von Empfindungen wie Berührung, Schmerz oder Temperatur
Sensible Symptome
Zeichen einer Störung des sensiblen Nervensystems
Sensivität
bei Untersuchungs- oder Testverfahren: Empfindlichkeit der Erkennung von Auffälligkeiten; Spezifität
Sensomotorisch
sowohl sensorisch als auch motorisch
Sensor
Messfühler
Sensorisch
Sinneswahrnehmungen (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören) betreffend
Sensorische Aphasie
Störung des Sprachverständnisses
Sensorische Funktionen
Sinnesfunktionen
Sepsis
Streuung von zahlreichen Bakterien im Blut mit möglichen Krankheitszeichen an verschiedenen Stellen im Körper
Sequenz
Abfolge, Folge
Signifikant
statistisch gesichert
Signifikanz
Bedeutsamkeit
Simulation
Vortäuschung
Simulieren
vortäuschen, nachahmen
Sinnesorgan
Organ zur Wahrnehmung, z.B. Auge, Ohr, Nase, Gleichgewichtsorgan (im Innenohr), Zunge mit Rezeptoren für Geschmacksempfindungen; Haut mit Rezeptoren für Berührung, Schmerz, Temperatur und anderes mehr
Sistieren
enden, aufhören
Somästhetisch
Wahrnehmungen aus dem eigenen Körper betreffend oder vermittelnd
Somatisch
körperlich
Somatisieren
verkörperlichen; Ausdrücken eines psychischen Problems durch körperlich Beschwerden
Somatoform
körperlich erscheinend, aber psychische Ursachen habend
Somatomotorisch
die motorische Hirnrinde betreffend
Somatosensibel
Berührungs-, Schmerz- und Temperaturwahrnehmungen bzw. die sensible Hirnrinde betreffend
Somatosensorisch
Sinneswahrnehmungen bzw. die entsprechenden Hirnrindenabschnitte betreffend
Somnolent
benommen, krankhaft schläfrig
Somnolenz
Benommenheit, krankhafte Schläfrigkeit
Sondennahrung
alle lebenswichtigen Stoffe enthaltenden Flüssignahrung
Sonographie
Ultraschalluntersuchung
Sopor
Herabsetzen des Bewusstseins, zwischen Somnolenz und Koma stehend
Sozialarbeit
Beratung und Betreuung von Menschen mit sozialen Problemen
Soziale Anamnese
Vorgeschichte zum Verhalten und zu den Problemen im Alltag
Spasmolyse
Auflösung von Spasmen
Spasmolytisch
Spasmen auflösend
Spastik
unwillkürlich hervorgerufene, federnd erhöhte Muskelspannung, insbesondere bei rascher passiver und aktiver Bewegung
Spastisch
mit einer vermehrten Muskelspannung (Spannung) einhergehend
Spastische Blase
Form einer Blasenentleerungsstörung
Spastische Lähmung
Lähmung aufgrund einer Schädigung des ZNS, u.a. mit erhöhter Muskelspannung einhergehend
Spinal
zur Wirbelsäule
Spinale Ataxie
Ataxie aufgrund einer Schädigung von Nervenbahnen im Rückenmark
Spontan
von alleine, ohne erkennbare äußere Ursache
Spontanremission
von allein auftretende Rückbildung von Krankheitszeichen, Heilung
Sporadisch
von Zeit zu Zeit, zeitweise
Sprachzentrum
für die Sprache zuständige Teile des Gehirns
Stabil
beständig, fest, gleich bleibend
Stabilisieren
beständig, fest, gleich bleibend machen
Stabilität
Beständigkeit, Sicherheit, gleich bleibender Zustand
Stadium
bei Krankheiten: Kennzeichnung des zeitlichen Verlaufs (Früh-, Spät- oder Endstadium)
Standard
einheitliche Norm; normale, übliche Vorgehensweise
Standataxie
Ataxie beim aufrechten Stehen mit Schwanken und Fallneigung
Stationär
im Krankenhaus
Stigmata, vegetativ
Zeichen für Funktionsstörungen des vegetativen Nervensystems, beispielsweise Ohnmachten ohne organische Ursache
Stimulation
Reizung, Anregung
Stimulieren
reizen, anregen
Stimulierend
anregend, aktivierend, wach machend
Stimulus
Reiz, Anregung
Stirnlappen
in der Stirnregion liegender Teil des Großhirns
Stuhlinkontinenz
fehlende Willkürkontrolle der Stuhlentleerung
Sub
Vorsilbe: unter
Subduralhämatom
Blutung im Kopf zwischen Schädelknochen und Gehirn
Subjektiv
gefühlsmäßig beobachtend und beurteilend, von der eigenen Person betrachtet
Subjektive Beschwerden
nur auf den Angaben der Betroffenen beruhende Beschwerden
Subklinisch
unmerklich, nicht ohne weiteres sicht- und erkennbar
Subkortikal
unterhalb der Hirnrinde gelegen
Subkutan
unter die Haut
Substituieren
ersetzen
Substitution
Ersatz
Suffizient
ausreichend, genügend
Suizid
Selbstmord
Sukzessiv
aufeinander folgend
Supprimieren
abschwächen, unterdrücken
Supprimierung
Unterdrückung
Supra
Vorsilbe: über
Suprapubisch
über dem Schambein
Symmetrie
Seitengleichheit
Symmetrisch
seitengleich, gleich verteilt
Symptom
Kennzeichen, Merkmal
Symptomatisch
Krankheitszeichen betreffend, nur auf die Symptome, nicht auf die Krankheitsursache einwirkend
Symptomatologie
Darstellung der Krankheitszeichen
Synapse
Kontaktstelle zwischen Nervenzellen, an denen die elektrische Erregung durch chemische Überträgerstoffe von einer Nervenzelle an die nächste weitergegeben wird
Syndrom
Gruppe oder Muster von gleichzeitig auftretenden Symptomen, die zu einem bestimmten Krankheitsbild gehören(ohne dafür spezifisch oder beweisend zu sein); Krankheitsbild mit gleichzeitigem Auftreten eines bestimmten Musters von Symptomen
Synergetisch
zusammenwirkend; z.B. zwei Muskeln oder Medikamente mit demselben Angriffspunkt und derselben Wirkung
Synkope
kurzzeitige Bewusstlosigkeit aufgrund verminderter Gehirndurchblutung
Synonym
Ersatzwort, andere Bezeichnung
Systemerkrankung
mehrere Organe betreffende Erkrankung
Systematisch
ein System betreffend; in ein System eingebracht, ordentlich gegliedert; absichtlich gezielt, planmäßig
Systemisch
in der Medizin: im ganzen Körper verteilt, alle Organe betreffend
T
Tachy
Vorsilbe: beschleunigt, abnorm schnell
Tachykardie
beschleunigter Herzschlag
Taktil
den Tastsinn betreffend
Taktile Agnosie
Unfähigkeit, Gefühltes trotz normaler Funktion des Tastsinnes zu erkennen
Tastsinn
Erkennen von Gegenständen durch Betasten mit geschlossenen Augen
Teilleistungs-Schwäche
Störung einzelner neuropsychologischer Funktionen des Gehirns bei insgesamt normaler Leistungsfähigkeit
Temporal
an der Schläfe gelegen, sich auf den Schläfenlappen des Gehirns beziehen
Temporallappen
Schläfenlappen, in der Schläfenregion liegende Teile des Gehirns
Temporär
vorübergehend
Tendenziell
der Tendenz nach
Terminalstadium
Endphase, z.B. einer Erkrankung
Tetraparese
Schwäche aller vier Gliedmaßen (Arme und Beine)
Tetraparetisch
mit einer Tetraparese einhergehend
Tetraplegie
vollständige Lähmung aller vier Gliedmaßen
Tetraplegisch
mit einer Tetraplegie einhergehend
Tetraspastik
spastische Lähmung aller vier Extremitäten
Tetraspastisch
mit einer Tetraspastik einhergehend
Thalamus
Teil der Stammganglien; Sammelstelle für die Nervenbahnen der Sinnessysteme vor der Weiterleitung an die Hirnrinde
Therapie
Behandlung
Therapeutisch
heilend, lindernd, behandelnd
Therapeutischer Index
Maß für die Sicherheit eines Medikaments
Therapieanamnese
Behandlungsvorgeschichte
Therapieerfolg
Behandlungserfolg
Therapieindikation
Behandlungsgrund, Indikation zur Behandlung
Therapiekonzept
Plan zur Behandlung einer Krankheit mit Festlegungen der Reihenfolge des Einsatzes von verschiedenen Medikamenten oder anderen Behandlungsmethoden
Therapieoption
Behandlungsmöglichkeit
Therapiehase
Phase der Therapie, Behandlungsphase
Thorakal
den Brustbereich betreffend
Therapieplan
Therapiekonzept
Therapiestrategie
Plan zur Behandlung einer Krankheit mit festlegen der Reihenfolge von Behandlungsmethoden
Thorax
Brustkorb
Thrombose
Blutgerinnsel
Tolerabel
in der Stärke oder im Ausmaß auszuhalten
Toleranz
in der Medizin: Verträglichkeit bzw. Gewöhnung an Nebenwirkungen; Nachlassen der Wirkungen
Tolerieren
in Kauf nehmen, dulden, geschehen lassen
Tonisch
mit einer An- oder Verspannung einhergehend
Tonisch-klonischer Anfall
andere Bezeichnung für Grand-mal-Anfall, großer epileptischer Anfall mit Bewusstlosigkeit, anfänglich erhöhter Spannung und anschließenden Zuckungen der Muskulatur
Tonische Spasmen
tonischer Hirnstammanfall
Tonisierung
Kräftigung, Stärkung
Tonus
Anspannung, Spannungszustand, z.B. von Muskeln
Toxin
Gift, Giftstoff
Trachea
Luftröhre
Trachealkanüle
Röhre aus Gummi, Kundstoff oder Metall für die Atemluftzuleitung
Tracheotomie
Luftröhrenschnitt
Trans
Vorsilbe: durch
Transkraniell
durch den Schädel, durch die Schädelknochen
Transkutan
durch die Haut (ohne Verletzung derselben)
Transversal
querverlaufend, senkrecht zur Ausbreitungsrichtung
Trauma
Verletzung durch äußere körperliche oder seelische Gewalteinwirkung, meist mit einem Gefühl des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit einhergehend
Traumatisch
durch ein Trauma bedingt
Tremor
unwillkürliches Zittern von Körperteile (z.B. der Hände und Arme); aufgrund einander abwechselnder Kontraktionen antagonistischer Muskeln
Trophisch
die Ernährung bzw. den Ernährungszustand betreffend
U
Ulcus
Geschwür
Ultima ratio
letzte Möglichkeit, letztes Mittel
Unerschöpflich
nicht von allein aufhörend
Uni
Vorsilbe: eine Seite, einen Teil betreffend
Unifokal
mit einem Herd einhergehend
Unilateral
einseitig
Unimodal
mit einem Verfahren oder einer Untersuchungsmethode
Unkonventionell
ungewöhnlich, nicht herkömmlich oder traditionell
Unkooperativ
nicht zusammenarbeitend, nicht zusammenwirkend
Unpräzis
ungenau
Unprofessionell
nicht berufsmäßig, nicht fachgerecht, nicht gekonnt
Unspezifisch
allgemein, ohne besondere Aussagekraft
Unwillkürlich
nicht willensbedingt, reflektorisch
V
Valenz
Wertigkeit
Valide
gültig
Validieren
die Gültigkeit nachweisen
Validität
Gültigkeit
Variabel
veränderlich
Variabilität
Veränderlichkeit
Vegetativ
unbewusst, unwillkürlich, durch das vegetative oder autonome (dem Willen nicht unterworfene) Nervensystem gesteuert
Vegetatives Nervensystem
Teil des Nervensystems, der nicht dem Bewusstsein und der Willkürkontrolle unterliegt; dient der automatisch ablaufenden Regelung von Lebensfunktionen wie Atmung oder Verdauung
Ventilation
Atmung
Ventral
vorne, an der Körpervorderseite gelegen
Ventrikel
Hohlraum im Gehirn Nervenwasser enthaltende Kammern
Verbal
mündlich, sprachlich, die Sprache betreffend
Verbindungsbahn
Nervenbahn zwischen verschiedenen Abschnitten des Gehirns oder Zentren
Vertikal
senkrecht
Vertikale Blickparese
Blicklähmung nach unten oder oben
Verweilkatheder
zum längeren Verbleib gedachter Katheder
Verwirrtheitszustand
Zustand, in dem Betroffene zwar wach, aber nicht richtig orientiert sind und nicht normal reagieren
Vibration
Schwingung
Vigilanz
Wachheit, Aufmerksamkeit
Vigilanzminderung
Schläfrigkeit, Müdigkeit
Visualisation / Visualisierung
anschaulich, sichtbar machen, durch Anschauen erkennbar machen
Visuell
das Sehen betreffend
Viszeral
die inneren Organe betreffend
Vital
lebendig, voll Lebenskraft
Vitalfunktionen
zur Aufrechterhaltung des Lebens unbedingt notwendige Funktionen wie Atmung, Körpertemperatur und Herz-Kreislauf-Tätigkeit
Vitalität
Lebenskraft, Lebensfähigkeit
W
Wachheit
Vigilanz
Wesens(ver)änderung
Veränderung der Persönlichkeit oder von Verhaltensweisen aufgrund einer Schädigung oder Erkrankung des Gehirns
Wortfindungsstörungen
Unfähigkeit, das oder die richtigen Worte zu finden, die einen Gedanken, Sachverhalt oder wahrgenommenen Gegenstand zutreffend ausdrücken oder benennen
X
Y
Z
Zentral
innen, in der Mitte gelegen
Zentrales Nervensystem (ZNS)
Gehirn und Rückenmark; zuständig für die Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Abgabe von Informationen
Zentrum
im Gehirn: Nervenzellen mit bestimmten Aufgaben
Zerebellar
das Kleinhirn betreffend
Zerebelläre Ataxie
Ataxie durch eine Störung im Kleinhirn
Zerebellum
Kleinhirn
Zerebral
das Gehirn betreffend
Zerebrale Anfälle
Anfälle aufgrund einer Erkrankung des Gehirns
Zerebrale Ischämie
Mangel- oder Minderdurchblutung des Gehirns
Zerebrale Syndrome
beruhen auf reversiblen oder irreversiblen, diffusen oder lokalisierten Hirnfunktionsstörungen
Zerebrospinal
Gehirn und Rückenmark betreffend
Zerebrovaskulär
die Durchblutung des Gehirns betreffend
Zerebrum
Großhirn; größter Teil des Gehirns, aus den beiden durch eine tiefe Längsfurche getrennten Großhirnhälften bestehend
Zervikal
den Halsbereich betreffend
Zervikalmark
Rückenmark im Halsbereich
Zervikale Myelitis
unspezifische Erkrankung des Halsmarks
Zyanose
Blauverfärbung der Haut als Folge einer zeitweise unterbrochenen Atmung oder einer sonstigen Störung der Sauerstoffzufuhr des Körpers
Zyste
flüssigkeitsgefüllte Blase bzw. sackartige Geschwulst in einem normalerweise festen Gewebe oder Organ; kann auch im Gehirn vorkommen

