Schicksal und Austausch von Gedanken
Unser Schicksal nahm am 13.10.07 seinen Lauf. Meine Tochter Jana geb. am 12.04.84 verunglückte in dieser Nacht selbstverschuldet. Sie wurde in die Unikliniken Bonn gebracht, wo ein schweres SHT diagnostiziert wurde. Anschließend kam sie in die Rehaklinik. Am 13.03.08 wurde Jana als Intensivpflegefall nach Hause entlassen. Da meine Tochter und ich den gleichen Beruf (examinierte Altenpflegerin) gelernt haben, haben wir auch im gleichen Altenheim auf unterschiedlichen Stationen gearbeitet. Unsere Einrichtung und alle Kollegen haben mir für Jana ein halbes Jahr Zeit geschenkt. Anschließend versuchte ich wieder in meinem Beruf zu arbeiten, dies ging mit sehr viel Überwindung eine Woche. Es war jedoch von der psychischen Belastung nicht zu verkraften. Danach wurde ich krank geschrieben. Während dieser Zeit musste ich für ca. 7 Wochen eine ambulante Reha durchführen. Jana wurde in dieser Zeit tagsüber von einem Intensivpflegedienst versorgt. Der Pflegedienst hat eine befriedigende Arbeit geleistet. Jana hat jedoch nach Aussage der Therapeuten anders (negativ) reagiert. Nach 18 Monaten der Krankschreibung schaltete ich einen Anwalt ein, der mich vor der Kasse vertreten sollte. Es führte zu nichts, da sie immer auf ihre Paragraphen / Gesetze und den Verwandtschaftsgrad mit meiner Tochter hingewiesen haben. Meine Tochter braucht eine 24h Betreuung, die ich alleinerziehend bis jetzt mit meinen beiden erwachsenen in der Ausbildung befindlichen Söhnen durchführe. Diese Intensivpflege würde der Kasse ca.18.000 € im Monat kosten. Mein Altenpflegegehalt wäre natürlich wesentlich kostengünstiger.
Meine Idee war es, mich von einem Intensivpflegedienst einstellen zu lassen um meine Tochter zu pflegen und ein Gehalt zu beziehen, damit ich unseren Lebensunterhalt bestreiten kann. Dies ist wiederum nicht möglich, da wir ersten Grades miteinander verwandt sind. In eine Pflegeeinrichtung wo ich arbeiten würde, dürfte ich meine Tochter jedoch unterbringen. Vieleicht gibt es jemanden, der mir dies logisch erklären kann.
Ein weiterer Punkt ist die therapeutische Betreuung die meine Söhne und ich täglich für Jana leisten. Jana wird jeden Tag eine Stunde an ein MOTOmed (Fahrradtrainer) gesetzt, eine halbe Stunde mit dem Stehtrainer hingestellt, bekommt jeden Tag Klangschalentherapie und nimmt am alltäglichen Familienleben teil. Nach der Grundpflege hole ich Jana jeden Morgen um 9 Uhr aus dem Bett und lege Jana meisst gegen 21 Uhr ins Bett.

