Viel ist und wird über „Pflege“ geschrieben, gestritten und diskutiert. Dabei geht es hauptsächlich um die Pflege im Allgemeinen. Ich vermisse die Diskussion um die spezielle Pflege von Menschen, die auf Grund ihrer Bedürftigkeit eine medizinische, pflegerische und aktivierende Versorgung benötigen wie schwer Hirnverletzte.
Für Menschen mit schweren und schwersten Schädigungen des ZNS ist es notwendig, die individuelle Pflege als aktivierende Langzeitpflege sicherzustellen. Pflege sieht jeder Mensch sehr unterschiedlich. Die individuelle Sichtweise jedes Einzelnen lässt aber auch den Anspruch an individueller Pflegeleistung erkennen. Der Mensch bedarf des Menschen, um sich pflegen zu lassen. Das bedeutet, dass wir in der heutigen Zeit für die Pflege Dienstleistungen von Dienstleistern benötigen. Die moderne Zeit bringt es mit sich, dass die Dienstleistung „Pflege“ in Abhängigkeit vom Menschenbild zu sehen ist. Das erfordert, dass schon in der Ausbildung der Mensch im Mittelpunkt der professionellen Pflege stehen muss. Deshalb ist es erforderlich den Menschen und sein Verhalten, in Gesundheit und Krankheit für eine professionelle pflegerische Grundhaltung, zu kennen.
Es werden heute gute Pflegekräfte ausgebildet. Sie haben ein fundiertes medizinisches und pflegerisches Wissen erlangt. Sie beherrschen die Theorie und müssen sich dann in der Praxis am Menschen beweisen. Es ist gar nicht einfach mit kranken Menschen in Kontakt zu treten und individuell zu pflegen. Hier geht es nicht nur um Pillen, Spritzen oder Verbände, es geht um die allumfassende medizinische, pflegerische, therapeutische und ethische Verantwortung er Pflegenden.
Die Gesellschaft ist bestrebt, sich den heutigen Anforderungen an die Pflege zu stellen. Über das Pflege – Weiterentwicklungsgesetzes (PfWG) wurde und wird diskutiert. Das Wort beschreibt den Zustand – es ist eine Weiterentwicklung.