Bericht vom 13. Nachsorgekongress – Eine Hirnverletzung….. und dann?

Helga Lüngen (ZNS) bei der Eröffnung des 13. Nachsorgekongresses

Helga Lüngen (ZNS) bei der Eröffnung des 13. Nachsorgekongresses

Viele Fragen begleiten den folgenden Genesungsprozess und die Neuorientierung, die für Menschen mit erworbenen Hirnschäden und ihre Angehörigen häufig eine große Herausforderung darstellen.

Diesem Thema widmet sich seit nunmehr 13 Jahren der Nachsorgekongress, eine Initiative der AG Teilhabe (zu der auch unser Verband gehört) unter Leitung der ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung.

Tagungsort war dieses Mal vom 28.2.-1.3.2019 Regensburg. Nachdem die Veranstaltung viele Jahre in Berlin stattfand, sollten nach Frankfurt im letzten Jahr, einmal mehr die Süddeutschen von der Nähe profitieren. Ca. 350 Teilnehmer konnten verzeichnet werden.

Unter dem Thema „Bundesteilhabegesetz – Umsetzung: Impulse aus dem Labyrinth“ sollte unter Mitwirkung von Bundes- und Landespolitikern, Leistungsträgern und Leistungserbringern sowie der Selbsthilfe in Erfahrung gebracht werden inwieweit das neue BTHG bisher umgesetzt werden konnte und wo es noch Verbesserungen bedarf. Kernprojekt des Teilhabe-Gesetzes ist ohne Frage die Installation und Förderung von „Ergänzender unabhängiger Teilhabeberatung“ (EUTB). Knapp über 500 dieser Beratungsstellen sind bisher bundesweit eröffnet worden.

Gespräch am Stand des SelbstHilfeVerband – FORUM GEHIRN e. V.

Zusammen mit einem detailliert beschriebenem Entlass-Management bereits in den Früh-Rehakliniken, hofft der Gesetzgeber eine umfassende Fürsorge für Menschen mit Behinderungen auf den Weg gebracht zu haben. Besonderheit der EUTB’s ist es, dass hier Betroffene von Betroffenen auf Augenhöhe beraten werden. Jede Beratungsstelle hat dabei natürlich einen eigenen Schwerpunkt hinsichtlich der Form der Behinderung und ist nicht immer der geeignete Ansprechpartner für den jeweils Betroffenen.

In einigen Bundesländern gibt es bereits viele Angebote, in anderen so gut wie gar keine. Eine Übersicht erhält man auf der Internetseite www.teilhabeberatung.de. In Podiumsdiskussionen und Workshops näherte man sich auf diesem Kongress den Stolpersteinen der Projekte und den sich daraus ergebenden Forderungen auf Nachbesserungen und Intensivierung der Angebote.

Nicht nur die Vorträge und Diskussionen des Programms, sondern auch die begleitende Fachausstellung vielfältiger Anbieter und unsere Ausstellung „Lust am Leben“, fanden reges Interesse. Großzügige Pausen gaben viel Raum für den Austausch und für neue Kontakte.

Kerstin Arndt
k.arndt@shv-forum-gehirn.de